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jazzahead!: Viele große Ensembles und Frauen-Power

Bremer Jazzmesse mit mehr Showcase-Bewerbungen als je zuvor

Donnerstag, 9. Januar 2020. Auffallend viele große Formationen sowie erstmals sehr viele Bands, die von Frauen geleitet werden: Diese Trends prägen das Spektrum der Bewerbungen um Showcase-Auftritte bei der Fachmesse jazzahead! 2020 von Donnerstag bis Sonntag, 23. bis 26. April, in der MESSE BREMEN. In den 40 Kurzkonzerten präsentieren sich die Künstlerinnen und Künstler vornehmlich Festivalmachern, Bookern und Vertretern von Plattenlabels. Die Messe bietet damit eine wichtige Plattform fürs Netzwerken sowie für konkrete Buchungen und Vertragsabschlüsse.

"Die jazzahead! erweist sich immer wieder als Sprungbrett - für aufstrebende und etablierte Künstler aus aller Welt nach Deutschland und Europa und von unserem Kontinent in die Welt", sagt Projektleiterin Sybille Kornitschky von der MESSE BREMEN. Das erkläre den Ansturm auf das Bewerbungsverfahren - denn die Anforderungen an die vier international besetzten Showcase-Fachjurys waren groß wie nie zuvor: Sie mussten 816 Bewerbungen aus 50 Ländern anhören, bewerten und diskutieren (2019: 764). "Als weltweit größte Jazz-Fachmesse ist die jazzahead! in den 15 Jahres ihres Bestehens zum wichtigsten Branchentreff der Szene geworden", so die Projektleiterin.

21 von 40 Bands weiblich geprägt

Acht Showcases sind 2020 Musikern des Partnerlandes Kanada vorbehalten. Weitere jeweils acht Formationen gestalten die German Jazz Expo und die Overseas Night. 16 Bands präsentieren sich im Rahmen des European Jazz Meeting. Von den insgesamt 40 Gruppen werden 21 von Frauen geleitet und geprägt. "Dies zeigt mehr als deutlich, dass der Jazz nicht mehr eine ausschließlich nur von Männern dominierte Musik ist!", betont Ulrich Beckerhoff, zusammen mit Peter Schulze künstlerischer Leiter der jazzahead!.

Im Rahmen des European Jazz Meeting sind es gar elf von 16 Bands, in denen Frauen eine wichtige Rolle spielen - Peter Schulze weist etwa auf die zehnköpfige Formation von Pianistin und Komponistin Luzia von Wyl aus der Schweiz hin. "Ich freue mich auch auf die charismatischen Stimmen von Torun Eriksen aus Norwegen, Julia Biel aus England und Macha Gharibian aus Frankreich", setzt er unter anderem hinzu.

In den anderen Showcase-Sparten erwartet die Zuhörer ebenfalls ein kontrastreiches Angebot. Beckerhoff verweist etwa auf das kanadische Duo Silvervest. Es mache in kammermusikalischer Besetzung eine Musik, die facettenreicher nicht sein könne. Mit der Pianistin Marianne Trudel um dem Schlagzeuger John Hollenbeck seien zwei der wichtigsten Musiker der aktuellen internationalen Jazzszene zu erleben.

Unter den deutschen Gruppen hebt Beckerhoff unter anderem die Big Band der Bassistin, Komponistin und Arrangeurin Hendrika Entzian hervor, die den WDR Jazzpreis erhalten hat. Die Pianistin Johanna Summer beeindrucke "als Solistin durch große Emotionalität und immensen Einfallsreichtum".

Der brasilianischen Gitarristin und Sängerin Badi Assad, die in der Overseas Night zu hören ist, liege das Publikum weltweit für ihre Musik voller Lebensfreude, instrumentaler Virtuosität und emotionaler Bandbreite zu Füßen, so Beckerhoff. Als weiteres Beispiel für das weitgespannte Showcase-Programm nennt er den nigerianischen Trompeter Etuk Ubong. Dieser stehe in der Tradition einer afrikanischen Rhythmik, die zum Entstehen des Jazz in Amerika beigetragen habe.

Ab Ende Januar finden Interessierte weitere Details und Hörbeispiele auf der Messewebsite. Für Fachteilnehmer ist der Besuch der Showcase-Konzerte in der Registrierungsgebühr enthalten. Konzerttickets für Besucher sind für diese und weitere Veranstaltungen im Rahmen der jazzahead! auf www.jazzahead.de oder bei Nordwest-Ticket erhältlich.


Jazzahead 2019 Bremen


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